Diversität in Innovationsprozessen

«User-Centered Design»: Angewandte Inklusion

Photo by Sharefaith from Pexels

Wird bei der Entwicklung von Neuem vom «Durchschnittsmenschen» ausgegangen, werden die vielfältigen Bedürfnisse unterschiedlicher Personengruppen oft ignoriert. Unbewusste Normen können (unbeabsichtigt) zu Benachteiligungen bestimmter Gruppen führen und im Fall von Sicherheitseinrichtungen oder medizinischen Produkten sogar deren Gesundheit gefährden. Moderne «User-zentrierte» Ansätze versuchen deshalb bewusst, die Vielfalt ihrer (potenziellen) Anwendungen im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen.

Unter Personas verstehen wir fiktive Charaktere, die bei der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen helfen sollen, sich in «typische» User hineinzuversetzen und deren Bedürfnisse zu verstehen. Personas kommen oft im Design Thinking oder Marketing, aber auch in SCRUM-Prozessen zum Einsatz. Dies birgt ein gewisses Risiko, stereotype Vorstellungen in die Personas hineinzuprojizieren und dadurch bestehende Ungleichheiten zu reproduzieren. Ein diversitäts-bewusster Umgang mit Personas kann hingegen helfen, die Vielfalt der verschiedenen User-Gruppen adäquater abzubilden. Neben einer diversen Team-Zusammensetzung und einer selbstkritischen Herangehensweise können empirische Methoden (z.B. Umfragen) und das Heranziehen objektiver Kriterien (z.B. statistische Werte) bei der inklusiven Gestaltung helfen.


Instrumente:

  • Vielfältige Teamzusammensetzung
  • Barrierefreie Gestaltung von Infrastruktur
  • Umfrage-Techniken (s.a. Design Thinking)
  • Personas diversifizieren
  • SBB Sandbox